Neuigkeiten

Von Elena Kornettka

 

E-Mobilität steht in der Klimapolitik für Zukunft und emissionsarme, ressourcenschonende Mobilität. Und doch stellt sich immer wieder erneut die Frage: Sind E-Autos wirklich „besser“, als Verbrenner?
Das wohl prominenteste Argument gegen die positiven sozioökologischen Charakteristika von E-Mobilität ist insbesondere das der Batterie. Hierbei werden die Herstellung, lange, und undurchsichtige Lieferketten, sowie Menschenrechtsverletzungen und fehlende Sozialstandards in der Rohstoffgewinnung angeführt. 
Wo befinden wir uns derzeit in Bezug auf Batterietechnologie und welche Potenziale birgt Forschung und Entwicklung für die Zukunft?

Unsere Position hinsichtlich Elektromobilität und der Nachhaltigkeit der Lieferketten von Elektroautos und deren Batterien lesen Sie hier!

 

Von Elena Kornettka

 

Leider gab es auf der Unterschriftenliste des Radentscheids Formfehler, die mittlerweile - nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung Bochum - behoben werden konnte.

Die neuen Listen werden in der kommenden Woche im Foyer der Bank ausliegen.

Mehr Infos gibt es hier!

 

Danke für euer Engagement!

Von Elena Kornettka

Eine nachhaltige Mobilität ist für uns als GLS Mobilität nicht ausschließlich die Elektrifizierung von motorisiertem Individualverkehr, sondern besteht insbesondere aus der Veränderung von Mobilität. „Fuß - Rad - ÖPNV - Auto“ sollte die Reihenfolge sein, nach der Fortbewegungsmittel ausgewählt werden. „Multimodalität“ beschreibt den Umstand, verschiedene Mobilitätsformen zu nutzen und zu kombinieren. So würde eine Abkehr vom Verbrenner gefördert, welche in unserem Zukunftsbild einer genügsamen Mobilität unerlässlich ist. 
Um den Griff zum Rad zu erleichtern, ist Zugang zu einer zuverlässigen, sicheren Radinfrastruktur notwendig. Nur so können verschiedenste Bedürfnisse befriedigt und alle Verkehrsteilnehmer*innen gleichberechtigt am Straßenverkehr teilnehmen.

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Gleichberechtigung, Zugänglichkeit und Sicherheit fordert auch der Radentscheid Bochum in seinen sieben Forderungen zur Neugestaltung der Bochumer Radinfrastruktur.

„Radverkehr ist klimafreundlich, Rad fahren fördert die Gesundheit, mit mehr Rädern und weniger Autos werden unsere Städte lebenswerter, viele Menschen radeln gern, im Alltag und in der Freizeit, gleichgültig, ob jung oder alt.“

…argumentiert der Radentscheid Bochum auf der zugehörigen Website. Die Entscheidung, sich öfter für das Rad und gegen das Auto zu entscheiden wird maßgeblich von der Fahrradinfrastruktur beeinflusst. Enge, oder nicht vorhandene Radwege, Schlaglöcher und (falsch-)parkende Autos erhöhen die Attraktivität des Radfahrens nicht besonders. Darum fordert der Radentscheid Bochum – analog zu den Forderungen der GLS Mobilität – eine Transformation des Stadtbildes, ihn zu einer menschen-, anstatt autofreundlichen Ausgestaltung und mehr Sicherheit für Radfahrer*innen. Dies muss nicht nur über sichere Radwege und ausreichend Abstellmöglichkeiten geschehen, sondern ebenso über ein Umdenken innerhalb der Gesellschaft: Weg von Straßen, die durch Pkw dominiert werden, hin zu gleichberechtigter Fahrbahnnutzung – ohne drängeln, hupen, oder riskante Überhol- und Abbiegevorgänge. 

Der Mensch muss wieder mehr in den Fokus, auch um nachhaltige Veränderungen bewirken zu können. Multimodalität sollte gefördert werden – dies funktioniert nur, wenn Anreize da sind, das eigene Mobilitätsverhalten zu ändern.

Radfahren ist – wenn Sicherheit gewährleistet wird – dem Autofahren nicht nur in Bezug auf die eigene Gesundheit und Fitness, sondern auch ökonomisch und ökologisch weit voraus: „Bei einem Arbeitsweg von sieben Kilometern und geschätzten Kosten von 30 Cent pro Kilometer, die man mit dem Auto zurücklegt, spart man 90 Euro pro Monat, wenn man anstelle des Autos das Fahrrad nimmt“ argumentiert Norbert Kriener auf der Website des Radentscheids. Von den ökologisch wertvollen Einsparungen an Abgasen ganz zu schweigen. Auch Arbeitgeber*innen können durch Diensträder anstelle von Dienstwagen sparen und fördern gleichzeitig die Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen. „radfahrende Pendler*innen fehlten krankheitsbedingt durchschnittlich ein Drittel weniger am Arbeitsplatz als ihre autofahrenden Kolleg*innen“ belegt eine niederländische Studie von 2010.

Die GLS Mobilität unterstützt den Radentscheid Bochum. Eine enkeltaugliche Zukunft kann nur durch Umdenken und Transformation von Mobilität entstehen. Um die Forderungen politisch zu bekräftigen startet am 26. Juni 2021 eine Unterschriftensammlung. Die Auftaktkundgebung findet am Samstag, den 26.06.2021 um 11:00-13:00 am Willi-Brandt-Platz in Bochum statt. Dort gibt es nicht nur alle Infos rund um den Radentscheid, sondern auch fahrradpolitische Kulturbeiträge und Verantwortliche des Radentscheids Essen.

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Was? Wo? Wann?

Radentscheid Bochum – Auftaktkundgebung & Start der Unterschriftenkampagne
26.06.2021, 11:00-13:00
Willy-Brandt-Platz in Bochum

Unterschriftensammlung für bessere Radinfrastruktur und Sicherheit auf den Straßen. 

Stimmabgabe ab Montag im Foyer der Bank!

Ansprechpartnerin ist Eva Kröll (eva.kroell@live.de) und Myrion Francis (myron.francis@rub.de). Jede*r in Bochum wohnhafte darf unterschreiben. Unterschriften-Abgabe ist auch postalisch, oder in der GLS Bank möglich.
Mehr Infos & Erklärvideo zum Radentscheid hier! 

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Die 7 Forderungen des Radentscheids Bochum

1. Ausbau des Radverkehrsnetzes
…um 20km pro Jahr. Insbesondere auf den Radialstraßen, dem Innenring und größeren Verbindungsstraßen außerhalb von Tempo-30-Zonen.

2. Gestaltung der Radinfrastruktur
Sichere und breite Radwege, Schutz von Radfahrenden vor Autos und getrennte Rad- und Fußwege

3. Sicherheit zuerst
Gefahrenstellen (z.B. alte Straßenbahnschienen) werden analysiert und beseitigt, Park- und Halteverbote auf Radwegen konsequent verfolgt, Radwege werden instandgehalten.

4. Sichere Kreuzungen
Mind. 3 Kreuzungen jährlich so umgestalten, dass Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zügig und sicher vorankommen: z.B. mit markierten Wartezonen vor den Autos/LKWs, Vermeidung von unnötigen Spurwechseln an Kreuzungen u.a.

5. Radschulwegpläne für Schulen
…damit Kinder und Jugendliche sicher mit dem eigenen Rad zur Schule fahren können. Falls nötig werden Wege und Kreuzungen umgestaltet.

6. Ausbau von Fahrradabstellplätzen
Fahrradparkhäuser bauen und mehr Fahrradboxen an Bahnhöfen aufstellen. Außerdem: deutlich mehr überdachte und beleuchtete Stellplätze an Haltestellen und Schulen etc. und Stellplätze für Lastenräder schaffen.

7. Förderung der Mobilitätswende
Die Stadt Bochum muss in ihrer Öffentlichkeitsarbeit für die alltägliche Nutzung des Fahrrads und des Lastenrads werben und auf die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer*innen hinweisen. Die Öffentlichkeit an der Planung der Radwege beteiligen!

Von Uwe Nehrkorn

Die Verabschiedung der neuen Ladesäulenverordnung (LSV) wurde aus der Tagesordnung des Bundesrates am 25.06.2021 gestrichen. Unseres Wissens liegen Änderungsanträge aus mehreren Bundesländern zur LSV und zum SchnellLG vor, die leider nicht öffentlich verfügbar sind. Wir hoffen, dass diese auch die Zahlungsterminalpflicht thematisieren.

Die nächste Plenarsitzung des Bundesrates ist angesetzt nach der Sommerpause am 17.09.2021. Bis dahin kann eine weitere Meinungsbildung bei den Politikern der Länder erfolgen. Unter anderem der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) hat hier für Ende Juni eine eigene Veranstaltung geplant. Bitte bringen Sie sich in Ihren Ländern aktiv mit in die Thematik ein, falls Sie ebenfalls die Verpflichtung zu Zahlungsterminals kritisch sehen. --> HIER ZUR ANMELDUNG

von Uwe Nehrkorn

Neue Ladestationen benötigen ab Sommer 2023 ein eigenes Zahlungsterminal für Debit- und Kreditkarten. Mit dieser ersten Stellungnahme geben wir eine kurze Einschätzung aus unserer Sicht. Individuelle Fragen stellen Sie uns gerne direkt via Mail an support[bei]giro-e.de – hier kann es aktuell aber zu erhöhten Bearbeitungszeiten kommen.

Giro-e kann die kommenden zwei Jahre bedenkenlos weiter in neue Ladesäulen integriert werden. Die Übergangsfrist läuft bis 30.06.2023, bis zu diesem Zeitpunkt in Betrieb genommene Ladestationen müssen nicht nachgerüstet werden.

Erst ab Sommer 2023 müssen neue öffentliche Ladestationen mit einem für Ad-Hoc-Zahlung geeigneten Zahlungsterminal ausgestattet sein. Damit kann die Bezahlung zum Beispiel per Girocard, Kreditkarte, GooglePay oder ApplePay erfolgen. Die Hersteller und wir haben somit zwei Jahre Zeit für entsprechende Produktentwicklungen. Eine Ladestation gilt als öffentlich, wenn sie nicht ausschließlich für einen klar abgrenzbaren und namentlich bestimmbaren Nutzerkreis vorgesehen ist.

  • Öffentlich sind somit: alle frei erreichbaren Ladestationen auf kommunalem Grund, an Tank- und Rastplätzen, aber auch an Supermärkten, Restaurants, auf beliebigen Kundenparkplätzen oder in Parkhäusern.
  • Nicht öffentlich sind: als privat gekennzeichnete Stellplätze, CarSharing-Parkflächen, Ladepunkte für Mitglieder (Fitnessstudio, Golfplatz, …) oder Hotelgäste sowie Unternehmensstellplätze im Kern für Mitarbeiter*innen und Gäste.

Was heißt diese Anpassung für die Giro-e Module?

Giro-e PUBLIC Giro-e WORK Giro-e HOME Giro-e REFUND
Inbetriebnahmen bis 30.06.2023 sind weiterhin möglich und empfohlen. Diese Ladestationen müssen später nicht nachgerüstet werden. Danach muss ein angepasstes Zahlungsmodul verwendet werden, das wir bis dahin mit unseren Hardware-Partnern entwickeln werden. Die LSV-Änderungen betreffen Ladesäulen auf dem Unternehmensgelände nicht. Die Girokarte kann dauerhaft zur Identifikation und Abrechnung der Mitarbeiter*innen-Ladevorgänge genutzt werden wie bisher auch. Ladevorgänge „zu Hause“ sind nicht öffentlich. Auch hier besteht kein Änderungsbedarf. Die Ladestationsverwaltung und Abrechnung für Dritte ist ebenfalls weiterhin dauerhaft möglich. Soweit hier auch public-Ladepunkte betroffen sind, wird dort ab 01.07.2023 nur die dann neu freigegebene Hardware verwendet werden dürfen.

Wir erwarten zum jetzigen Zeitpunkt, dass eine aktualisierte Baumusterprüfung für die zukünftigen Ladestationen mit Bezahlterminal erforderlich wird. Der Grund ist nach Mess- und Eichrecht die eindeutige Zuordnung eines signierten Messwert-Datensatzes zur/m Nutzer*in. Dies lösen wir bisher über die eindeutige IBAN und unsere SEPA-ID als Identifikator.

Bei Kreditkartennutzung liegen diese Information aus Sicherheitsgründen nicht vor. Ebenfalls ist der Umsatztext einer Kreditkartenbuchung kürzer sowie der Zeitraum der Bereitstellung ggf. länger. Beides entspricht nicht den Wünschen der Prüfungsinstitute. Die Belegserver-Funktionen müssen somit neu gestaltet werden. Grundsätzlich ist Giro-e aber bereits jetzt dafür vorbereitet.

Was sind die nächsten Schritte bei Giro-e? Schon seit einigen Wochen sind wir aktiv in der Produkt-Weiterentwicklung. Wir haben gute Ideen und starke Kooperationen, um unsere bisherigen Hardware-Partner tatkräftig bei ihrer Weiterentwicklung unterstützen zu können. Es ist davon auszugehen, dass wir von unserer Seite bis zum Herbst 2021 die Erweiterung unserer Module fertiggestellt haben, so dass die Ladesäulen-Hersteller Tests und Rezertifizierung mit ausreichend zeitlichem Vorlauf durchführen können.

Ergänzend werden wir Giro-e immer weiter zum günstigen und hochmodernen Backend-Produkt entwickeln. Auch hier gibt es schon zahlreiche Ansätze und Module, die jede Art der kaufmännischen Anforderungen aus der Praxis abdecken kann. Als ein Beispiel seien mögliche Sammelabrechnungen von Dauernutzern auch über die Girokarte genannt, ein Wunsch aus der Immobilien-Branche.

Mit Ihrer Wahl von Giro-e treffen Sie die richtige Entscheidung in ein zukunftsgewandtes Backend-System.

von Uwe Nehrkorn

Neue Ladesäulenverordnung verabschiedet – Haltung der GLS Mobilität zu der aktuellen Diskussion, vor allem im Hinblick auf die im Raum stehende Verpflichtung, Kartenlesegeräte für Debit- und Kreditkatenzahlungen einsetzen zu müssen.

Obwohl die GLS Bank mit Giro-e selbst die niederschwellige Ad-Hoc-Bezahlung mit deutschen Girokarten an Ladesäulen anbieten, sind wir gegen eine verpflichtende Ausstattung von neuen Säulen mit Kartenterminals.  

  1. Die aktuell am Markt verfügbaren Kartenterminals erfordern umfangreiche Anpassungen von Hard- und Software in den Ladestationen, insbesondere im hybriden Parallelbetrieb für gängige Roaming-Ladekarten. Dies führt zu spürbar höheren Kosten pro Ladesäule und steht damit vorgesehenen Investitionen im Weg.  
  2. Die Nutzung von „anonymen“ Ad-Hoc-Kreditkartennutzungen an Ladestationen widerspricht den Anforderungen aus Eichrecht, nach dem Lade-Ende Ihre Ladedatensätze auch nachträglich abrufen können müssen, um die Messwerte digital signiert zu überprüfen. Die Verknüpfung zwischen anonymem Zahlweg und nutzungsbeziehbaren Messwerten führt zu neuer Software-Entwicklung, die ggf. sogar in eine zeitaufwändige Rezertifizierung bei den Baumusterprüfungen führt. Die vergangene Erfahrung zum Eichrecht zeigt, wie lange und aufwändig dieser Prozess sein kann. 
  3. Ladestationsbetreiber werden ihre aktuellen Investitionen zurückstellen, bis die Hersteller in vermutlich frühestens einem Jahr die überarbeiteten Ladesäulen mit Debit-/Kreditkartenterminal lieferfähig anbieten können. Dies verzögert entscheidend den weiteren aktuellen Ausbau der Ladestationen und wird bei gleichzeitig wachsender Nachfrage beim Kauf von E-Autos zu einem Ungleichgewicht führen. 
  4. Für Privatnutzer mögen Ad-Hoc-Bezahlmöglichkeiten mit Debit- oder Kreditkarten sinnvoll sein, für den Flotten- und Dienstwagengebrauch sind diese untauglich. Hier werden für gesammelte Monatsabrechnungen zwingend Roaming-Karten, wie die bisherigen Benzin-Tankkarten, benötigt. 
  5. Die fehlende Unterscheidung zwischen DC-Schnellladern und AC-Normalladestationen / „Laternenlader“ für das Payment entspricht nicht den tatsächlichen Bedürfnissen aus Nutzersicht und den betriebswirtschaftlich sinnvollen Möglichkeiten aus Hersteller- bzw. Betreibersicht. Ebenso wäre eine Unterteilung in „echte“ öffentliche Ladeinfrastruktur und halböffentliche (auch von Gästen nutzbare) Stationen bei Unternehmen hilfreich, um neue Mindestanforderungen zu definieren.
  6. In der gesamten EU gibt es unseres Wissens kein einziges Land, das ebenfalls zwingend Debit-/Kreditkartenleser einführen will. Dieser nationale Alleingang schießt weit über das gewünschte Ziel hinaus. Mit freiwilligen Angeboten kann der Markt sich selbst gestalten. 
  7. Die bereits genormte Authentifizierungsmethode ISO 15118 „Plug&Charge“ steht kurz vor der Einführung. In einigen Jahren wird es selbstverständlich sein, dass Autos sich direkt an der Ladesäule identifizieren und darüber abgerechnet werden kann. Es ist somit relativ unsinnig, jetzt noch zwanghaft in „Vergangenheitstechnik“ investieren zu müssen.  

Mit dieser verpflichtenden Vorgabe finden wir uns nicht in unserem Zukunftsbild der GLS Mobilität wieder. Gerade in Bezug auf die Qualität „Zugänglichkeit/Barrierefreiheit“, die in unserem Handeln die Schaffung technisch niedrigschwelliger und bezahlbarer Nutzungsangebote impliziert. Beispielsweise durch unser Bezahlsystem Giro-e ermöglichen wir bereits jetzt ein kostengünstiges und einfaches kontaktloses Bezahlen nur über die Nutzung der Girokarte mit einem transparentem Preisangebot vor Ladestart. Auch ohne Verpflichtung in der Ladesäulenverordnung arbeiten wir daran, Kreditkartenzahlungen optional via Terminals zu integrieren, gleichwohl sind wir überzeugt, dass weitere niedrigschwellige Zugänge unabdingbar sind, wozu schließlich auch Roaming oder Flottenkarten gehören.  

Die jetzige zwingende Vorgabe, PCI-zertifizierte Kartenlesegeräte einzusetzen, stellt weitere Hürden für einen schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur auf und erhöht die Anforderungen an den wirtschaftlichen Betrieb.  

Wir benötigen dringend einen flächendeckenden „tiefgrünen“ Ausbau der Ladeinfrastruktur, um die Elektromobilität zu fördern und die Dominanz klimaschädlicher Verbrenner zu beenden. Die Verpflichtung von Kreditkartenlesern an Ladesäulen könnte dieser Vision folgeträchtig im Weg stehen.

Unsere Empfehlung daher an die aktuellen Entscheider - Definieren Sie für Ladepunkte präzisere Kategorien und stimmen die Anforderungen darauf ab, zum Beispiel für LSV §2 Abs. 9.a.+b.

9a. ist ein Ladepunkt „primär öffentlich“ zugänglich, wenn der Eigentümer eines Ladepunktes die Abgabe von Ladestrom als wesentliche Erwerbstätigkeit durchführt und am jeweiligen Standort keiner anderen übergeordneten Geschäftstätigkeit nachgeht. 9b. ist ein Ladepunkt „nachrangig öffentlich“ (oder „untergeordnet öffentlich“) zugänglich, wenn der Eigentümer des Ladepunktes am Standort einem anderen Haupterwerb nachgeht und die Ladestation im Wesentlichen zur Eigennutzung sowie für Kunden, Mitarbeitende oder Gäste bereit gestellt wird. 9c. ist ein Ladepunkt „nicht öffentlich“ zugänglich, wenn der Eigentümer des Ladepunktes am Standort die Nutzung durch physische oder digitale Sperrung für Dritte verhindert.

Daraus folgt für LSV §4 dann eine solche Anpassung

  1. An primär öffentlich zugänglichen Schnell-Ladepunkten oder in dessen unmittelbarer Nähe muss die Authentifizierung und der Zahlungsvorgang mittels eines gängigen Debit- und  kreditkartenbasierten Zahlungssytems ermöglicht werden. Die Menüführung muss mindestens die Sprachen Deutsch und Englisch berücksichtigen. Weiterhin muss der Zugang über ein webbasiertes Zahlungssystem kostenlos ermöglicht werden. Zusätzlich sind Roaming-Ladeverträge zu akzeptieren.
  2. An primär öffentlichen Normal-Ladepunkten muss die Authentifizierung und der Zahlungsvorgang mindestens über ein webbasiertes Zahlungssystem kostenlos ermöglicht werden. Zusätzlich sind Roaming-Ladeverträge zu akzeptieren.
  3. An nachrangig öffentlichen Ladepunkten sowie an allen Normal-Ladepunkten muss mindestens ein webbasiertes Zahlungssystem angeboten werden.
  4. Weitere Zugangsmöglichkeiten an öffentlichen Ladepunkten sind freiwillig.

Mit einer solchen neuen Klassifizierung kann der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur gut unterstützt werden. Unnötige Kosten, gerade an nachrangig öffentlichen Ladepunkten, werden damit vermieden, gleichzeitig wird der Komfort und die allgemeine Verfügbarkeit für die Nutzer*innen erhöht.

Wir in der GLS Mobilität beraten, unterstützen und ermöglichen mit unseren Mitgestaltern neue Mobilitätskonzepte abseits von Ladesäulen oder Lastenrädern. Gerade dort wo die Menschen leben, ist die Mobilität ein Ausdruck von Bedürfnissen, denen die Menschen nachgehen und die in einer auf den Menschen fokussierten (Stadt-)Entwicklung viel stärker berücksichtigt werden muss, als es bisher der Fall ist.

Im Audio-Feature sprechen Mirko Schulte, Daniel Bogatz (Neue Effizienz ) und Rouven Kasten über die Herausforderungen der Mobilitätswende und was jede*r einzelne machen kann. 

Zum GLS Blog

von Uwe Nehrkorn

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes wurden die ersten Säulen rund um Paderborn erfolgreich mit Giro-e ausgestattet. Wir freuen uns sehr über diesen gemeinsamen Erfolg und verweisen gerne auf den veröffentlichten Pressetext:

Zusammen mit Kooperationspartnern hat die Westfalen Weser Energie-Gruppe die punktuelle EC-Karten-Zahlung an öffentlichen, eichrechtskonformen Elektro-Ladepunkten umgesetzt. Zukünftig können Nutzer mit Girokarten (EC-Karten) über das NFC-Verfahren (RFID-Chip, der auf neuen EC-Karten implementiert ist) bequem kontaktlos und per Lastschriftverfahren bezahlen – ohne vorherige Anmeldung oder Registrierung. „Pilotsäulen“ stehen im Kreis Paderborn (Lichtenau, Paderborn). Nach erfolgreichen Tests soll die Funktion auch auf weitere WWE-Ladesäulen im Netzgebiet ausgerollt werden.

Die Handhabung des gemeinsam mit der GLS-Bank („Giro-e“) und dem Ladesäulenhersteller Compleo entwickelten Systems ist einfach. Die Kunden halten ihre EC-Karte vor einen Sensor und starten eine Ladeanfrage. Im Display erscheint das entsprechende Angebot mit Preisangabe für den Ladevorgang. Dieser beginnt, wenn das Angebot bestätigt wird, und zwar durch erneutes Halten der EC-Karte vor den Sensor. Falls keine Bestätigung erfolgt, schaltet die Ladesäule automatisch zurück in den Ruhemodus. Sobald die Karte erneut vor den Sensor gehalten oder das Ladekabel vom Wagen abgezogen wird, endet der Ladevorgang. Auf dem Bildschirm erscheint die insgesamt geladene Strommenge. „Mit dieser neuartigen Ladesäule kommen wir den Wünschen vieler Fahrer*innen von E-Autos entgegen, die gerne ohne umständliche Registrierung oder Anmeldung bei einem Anbieter ihre Batterien laden möchten“, stellt Andreas Stoller, Projektleiter bei Westfalen Weser Energie, die Vorteile des Systems heraus. „Wir wissen aus vielen Gesprächen, dass die Einhaltung des Eichrechts und das punktuelle Laden die Akzeptanz der Ladeinfrastruktur und der E-Mobilität insgesamt erhöhen wird“, ist sich Stoller sicher. Das sieht eine EU-Richtlinie und die deutsche Ladesäulenverordnung auch vor: Alle öffentlich zugänglichen Ladepunkte müssen Nutzer*innen von Elektrofahrzeugen auch das punktuelle Aufladen ermöglichen, ohne dass ein Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter im Vorfeld geschlossen wird. Diese Vorschriften werden von den Kooperationspartnern Westfalen Weser Energie, Compleo und GLS-Bank jetzt auch in der Region umgesetzt.

Vorreiter in der Region
Selbstverständlich wurde bei der Entwicklung des Systems größter Wert auf die Datensicherheit gelegt. Die IBAN der EC-Karte wird verschlüsselt übertragen und erscheint nicht auf dem Display der Ladesäule. Alle relevanten, aber keinerlei personenbezogene Daten werden von der Ladestation eichrechtskonform erfasst und von der GLS Bank automatisch an die Hausbank des Kartenbesitzers übermittelt und die Tankkosten per Lastschrift bezahlt. Der Kunde kann Kenngrößen wie Messwerte, Zählerstände oder die Ladesäulennummer auf dem Kontoauszug nachvollziehen.
Die ausgewählten Ladepunkte im Raum Paderborn sind in Lichtenau, Lange Straße 39 sowie in der Stadt Paderborn, Bahnhofstr. 28 und Westernmauer 38. Weitere Pilot-Ladesäulen stehen in Bad Oeynhausen, Bünde, Enger, Herford, Minden und Ottenstein mit den entsprechenden Funktionen.

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Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir eine*n Referentin / Referenten Technik für die GLS Mobilität. Die Aufgabe kann in Voll- und Teilzeit und ortsunabhängig ausgeführt werden. Details über unsere Stellenausschreibung können Sie direkt über unser GLS Bewerberportal entnehmen. Bewerbungsschluss ist der 05.08.2021. 

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