Neuigkeiten

Von Uwe Nehrkorn und Elena Kornettka

 

Giro-e Pay-T: Unser neues Bezahlterminal für Ladestationen und das jüngste Produkt aus der eigenen Innovationsschmiede. Das unabhängig montierbare Terminal Giro-e Pay-T kann wahlweise freistehend neben Ladesäulen, oder auch an Hauswänden installiert werden.

Giro-e Pay-T bietet ein integriertes Display mit kontaktlosem PCI-DSS-zertifiziertem Kreditkartenleser, PIN-Eingabemöglichkeit sowie SIM-Modem und arbeitet somit völlig autark von Ladestationen. Die technische Anbindung funktioniert herstellerübergreifend bei jedem Ladesäulen-Modell via OCPP 1.6, das am Giro-e TCC Backend oder an einem der kooperierenden Partner-Backends von Giro-e angebunden ist, soweit diese Remote-Starts via OCPI unterstützen.

Insbesondere für mehrere Ladestationen an einem Ort bietet sich Giro-e Pay-T an. Auf dem integrierten Touchscreen des Terminals kann der jeweilige Ladepunkt ausgewählt werden und der Ladevorgang wird gestartet. Die Bezahlung ist kontaktlos mit allen Giro- und Kreditkarten möglich. Ein weiterer Vorteil: Display und Pin-Pad liegen versteckt im Gehäuse und werden nur bei Bedarf herausgefahren. Die Technik ist so vor Wetter und Vandalismus geschützt.

„Mit unserem neuen Produkt reagieren wir schon jetzt auf die Anpassungsvorschläge zur Ladesäulenverordnung, egal wie diese letztlich verabschiedet werden wird. Für den stark steigenden Bedarf an kleinen Ladeparks bieten wir damit die perfekte Bezahllösung als Ergänzung zu den bestehenden Systemen.“,

so Uwe Nehrkorn, technischer Leiter von Giro-e.

Das Bezahlterminal Pay-T ist komplett in die kaufmännischen Module von Giro-e integriert. Damit erfüllt es alle Anforderungen, die über das deutsche Eichrecht an die Belegserverpflicht gestellt werden.

Von Elena Kornettka

Saubere Luft, lebenswerte Städte, mehr Bewegung und gleichzeitig besserer Klimaschutz und Umweltgerechtigkeit - Mobilität der Zukunft meint eben nicht mehr nur die reine Bewegung von A nach B. Gesucht sind innovative, intelligente Lösungen. Aus der Zukunft gedacht: Wie wollen wir uns in Zukunft bewegen? Was bringt uns ans Ziel? Dabei sind Flächenbedarf, Verkehrslärm, Stadt-Land-Mobilität, Stadtplanung, Mobilitätsgerechtigkeit nur einige Felder, die es menschlich zu gestalten gilt. Eine umfassende ganzheitlich gedachte Korrektur der „Auto-Kratie“ scheint unumgänglich.“


Um über genau diese Mobilität – die Mobilität der Zukunft – zu diskutieren, um Möglichkeiten, Chancen und Ziele aufzuzeigen und um insbesondere die Klimaziele und die Relevanz des Verkehrssektors zur Erreichung eben dieser in Erinnerung zu rufen, treffen am Montag, 06. September 4 Redner*innen verschiedener Disziplinen aufeinander. Wilfried Münch begrüßt als Regionalleiter Baden-Württemberg in Stuttgart – wo die Autoindustrie die Schlüsselindustrie ist, es wird also spannend – folgende Gäst*innen:


Neben Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Bundestages und Vorsitzender des ständigen Ausschusses im Bundestag für Verkehr und digitale Infrastruktur) diskutieren Katja Diehl als Mobilitätsexpertin und Aktivistin „She drives Mobility“, sowie Prof. Dr. Peter Hennicke (Ökonom, Buchautor und Spezialist im Thema Verkehrssektor und Nachhaltige Mobilität) und Mirko Schulte als Leiter der GLS Mobilität.


Die GLS Mobilität arbeitet für eine menschengerechte Zukunft - insbesondere über genügsame, nachhaltige Mobilität. In ihrem Zukunftsbild ist kein Platz für mehr Verbrenner-Autos, dafür umso mehr für menschengerechte Städte, Grünflächen und Radwege. Partizipation, Zugänglichkeit und Konnektivität sind drei von den fünf Qualitäten, nach denen die GLS Mobilität ihre Arbeit gestaltet, um durch eine Mobilitätswende die nötigen Schritte zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels zu gehen.

Im Plenum am 06. September können sich die Redner*innen in insgesamt zwei Stunden nicht nur über die Arbeit und Vision der GLS Mobilität, sondern auch über Standpunkte und Ideen der anderen Teilnehmenden austauschen und spannende Einblicke in das Thema nachhaltige Mobilität aus verschiedensten Blickwinkeln ermöglichen.
Moderiert wird der Abend von Nora Schareika aus dem Team der GLS Bank. 

Eckdaten:

Beginn:

Ende:

Einlass ab:

Ort:

Anmeldung bis:

Veranstalter:

Mo, 06. Sep. 2021, 18:30 Uhr

Mo, 06. Sep. 2021, 20:30 Uhr

17:30 Uhr

Hospitalhof Stuttgart. Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart

Mo, 06. Sep. 2021

GLS Bank

Zur Anmeldung geht es hier!
 

Von Elena Kornettka

"Carsharing” ist heute jeder*m ein Begriff und besonders in (Groß-)Städten mittlerweile fester Bestandteil des Stadtbilds. Natürlich müssen wir uns damit auseinandersetzen, wie nachhaltig das Modell Carsharing wirklich ist und ob Finanzierungen in Carsharing-Konzepte mit dem Zukunftsbild der GLS Mobilität vereinbar und eine Investition in eine menschengerechte Zukunft zur Erreichung des 1,5-Grad Ziels sind. Welchen Beitrag kann Carsharing zur Verkehrswende leisten und welche Impulse werden in Bezug auf nachhaltige Mobilität gesetzt?

Was bedeutet eigentlich „nachhaltige Mobilität“?

Die Transformation des Verkehrssektors ist durch zwei Dimensionen geprägt: 
1. Von der Ersetzung fossiler Antriebe durch erneuerbare (primär Elektrifizierung von Fahrzeugflotten und Bahnen) 
2. Von der Abkehr von Individualmobilität des Autos. Dies soll durch den Ausbau und die intelligente Vernetzung alternativer Angebote geschehen. Dazu zählen der Ausbau und die Verbesserung des Angebotes von ÖPNV und Fernverkehr, Fahrrad- und Fußgängerinfrastruktur, sowie Car- und Bikesharing.

Carsharing wird als wichtiges Element für eine sozialökologische Verkehrswende angesehen. Die Grünen fordern es als Teil Ihrer Strategie zu grüner Mobilität genauso wie das Bundesumweltministerium. Auch das Öko-Institut und das Wuppertal Institut werten Carsharing als positives Mittel zur Abkehr vom Individualverkehr und geringerer Ressourcennutzung. Eine sinkende Anzahl von Privatautos wirkt sich positiv aufs Klima aus und kann durch Carsharing maßgeblich beeinflusst werden. Ein CarSharing Auto kann bis zu 20 Privatautos ersetzen und zudem zur Senkung von CO2-Emissionen als auch der gefahrenen Kilometern je Nutzer*in führen.

Carsharing funktioniert nach verschiedenen Modellen. So wird es im stationsbasierten Modell an einer Station abgeholt und dorthin wieder zurückgebracht, oder kann als FreeFloating Carsharing per App geortet und überall wieder abgestellt werden. Das stationsbasierte Carsharing hat hier den Vorteil der Möglichkeit zu einem kombinierten Ausbau von Ladeinfrastruktur, da Stehzeiten an den betreffenden Stationen geplant werden können. Laut Bundesverband Carsharing beträgt der E-Anteil von Carsharing Fahrzeugen aktuell 18,5% (inkl. Plug-In Hybride). Eine vollständige Elektrifizierung ist allerdings eher unrealistisch, aufgrund unzureichender Ladeinfrastruktur und Parkmöglichkeiten in vielen Städten.


Die GLS Mobilität sieht Carsharing als vierte Säule der verschiedenen Mobilitätsformen. Neben der Fortbewegung zu Fuß, oder auf dem Rad gehört ebenso die ÖPNV- und Fernverkehr-Nutzung als Fortbewegungsform dazu. Im Alltag sollte je nach Weg(-zweck) entschieden werden, welche Form bedürfnisgerecht eingesetzt werden kann, um flexibel und selbstbestimmt die Nutzung von Verbrennermotoren zu umgehen. Micro-, Inter- und insbesondere Multimodalität gilt es gleichermaßen zu fördern. 
Die digitale Ausgestaltung der Nutzung bestimmter Plattformen fördert Konnektivität und ermöglicht eine integrierte, vielseitige Mobilität. Carsharing verknüpft das öffentliche Verkehrsangebot und öffnet auch Denkmuster für alternative Mobilitätsformen. So nutzen Carsharing-Nutzer*innen auch häufiger ÖPNV oder Fernverkehr und reduzieren ihre Fahrten im PKW umso mehr.


Der Verbrenner als präferiertes Fortbewegungsmittel profitiert immer noch von der Generation, die das Auto im Zuge der Industrialisierung als Prestige-Objekt zur Grundausstattung eines jeden Haushalts stilisiert hat. Diese Stellung wird auch heute noch durch zahlreiche Privilegien gefestigt, welche es zu transformieren gilt. 
Das Zukunftsbild der GLS Mobilität sieht eine genügsame Nutzung von Mobilitätskonzepten zur gesamtgesellschaftlichen Reduktion ökologischer Auswirkungen vor. Die Sharing Economy ermöglicht die Nutzung eines geteilten Autos und schafft dadurch die Notwendigkeit zum Besitz eines eigenen Pkw ab. Nutzer*innen schaffen zudem im Zeitverlauf häufig ihren eigenen Wagen ab – je nach örtlichen Verhältnissen ersetzt ein Carsharing-Auto 4-10 Individualfahrzeuge. Diese Individualfahrzeuge haben eine beeindruckende Steh-/Fahr-Bilanz: Fast 23 Stunden steht ein Auto im Durchschnitt und verhindert so die alternative Nutzung von Parkflächen (– man könnte sich beinahe die Frage stellen, ob „Stehzeug“ nicht die bessere Bezeichnung für Autos wäre…).
Carsharing kann daher öffentliche Flächen, insbesondere in Städten entlasten und reduziert den Energiebedarf ebenso. Die energieeffizienten und modernen Fahrzeuge, die als Carsharing-Wagen eingesetzt werden emittieren pro km durchschnittlich weniger CO2, als privat genutzte Pkw.


Auch mit Hinblick auf Partizipation schafft Carsharing über gemeinsame Nutzung Räume zur Bündelung von Interessen und demokratisch-partizipativer Prozesse zur gemeinwohlorientierten Entwicklung. Zudem gewährleistet Carsharing Teilhabe über niedrigschwellige Nutzungsangebote. Auch Menschen mit niedrigem ökonomischem Status können die Angebote mit geringem Kostenaufwand wahrnehmen – und von den eventuellen Vorteilen der Fortbewegung per Auto profitieren – ohne selbst einen Pkw anschaffen zu müssen.


Carsharing ist transformativ an sich. Insbesondere, wenn dadurch E-Mobilität und der Ausbau von Ladeinfrastruktur unterstützt und bewegt wird. Wenn auch weiterhin Verbrennerautos im Fahrzeugbestand sind, so ist der Nutzungsschlüssel für Personen pro Fahrzeug durch geteilte Nutzung deutlich effizienter, als jedes Privatfahrzeug sein könnte. Auch in Bezug auf Unternehmensmobilität kann Carsharing innerbetrieblich einen Beitrag zu einer ökologischen Transformation leisten und vielseitige Interessen verbinden.
Ökonomische Anreize und transformierte Privilegien für Menschen, die sich von der Nutzung von Verbrenner-Autos abwenden, können Meilensteine auf dem Weg hin zur sozialökologischen Verkehrswende und schlussendlich zu einer enkel- und kindertauglichen Zukunft.

Factsheet – Warum wir Carsharing finanzieren und begleiten können:


Um eine nachhaltige Verkehrswende mitzugestalten, unterstützen wir die Reduktion motorisierten Individualverkehrs in jeglicher Form. Hierzu gehören auch Konzepte, die Genügsamkeit und „Teilen statt Besitzen“ fördern. 
Durch unser Mitwirken setzen wir weitere Impulse auf dem Weg zu vollständiger Elektrifizierung der Fahrzeugflotte, um so zukünftig gänzlich auf Verbrennungsmotoren verzichten zu können.

Carsharing bedient die Bedürfnisse Flexibilität, Zuverlässigkeit, Planbarkeit und Zeitersparnis, die oft als Gründe angeführt werden, ein eigenes Fahrzeug zu besitzen. Vermehrte Angebote von Carsharing, auch in ländlichen Regionen zahlen daher vollständig in unser Zukunftsbild ein: eine menschengerechte, enkeltaugliche, grüne Welt, die von einer sozial verträglichen und gesellschaftlich akzeptierten Verkehrswende profitiert.
 

Von Elena Kornettka

" Es ist Zeit für einen Alternativen Autogipfel. Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, die sich seit Jahren intensiv mit Fragen des Umstiegs vom Verbrennungs- auf den Elektromotor beschäftigen treffen sich am 4.9.2021. Sie bewerten aus ihrer fachlichen Sicht – ohne Lobbyinteressen- den Status der Elektromobilität in Deutschland und diskutieren Empfehlungen an den neuen Bundestag.​ "

Im diesjährigen alternativen Autogipfel, der im Ladepark am Autobahnkreuz Hilden am 04.09.2021 stattfinden wird, treffen sich Menschen aus verschiedensten Fachrichtungen, die über Herausforderungen, Chancen und Visionen eines neuen Verkehrssystems referieren. Antriebsarten, Ladeinfrastruktur, Klimaschutz und Umdenken des Mobilitätsverhaltens werden thematische Schwerpunkte sein, sowie werden konkrete, politische Erwartungen und Forderungen diskutiert.

Auch Uwe Nehrkorn aus der GLS Mobilität ist dort als Redner vertreten und wird seinerseits das Zukunftsbild der GLS Mobilität unterbringen und als einer der "Friends of Roland Schüren" seine Expertise zum Thema Elektromobilität einbringen.

Roland Schüren, der die Veranstaltung organisiert ist selbstständiger Bäckermeister in Hilden, der am Ladepark Hilden das Projekt "Seed&Greet" ins Rollen brachte: 46 Auto-Ladepunkte, eine 400 Kilowatt-Peak leistende PV-Anlage, sowie 2-Megawatt-Batteriespeicher findet man dort ebenso, wie eine Café-Bistro-Bäckerei, die Büroräume zur Verfügung stellt. Dort kann die Ladezeit produktiv, oder kulinarisch überbrückt werden.

Schüren kandidiert außerdem dieses Jahr für den Bundestag im Kreis Mettmann mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Energiewende, Mobilität und Arbeit.

 

Für Interessierte ist die Anmeldung über raimund.nowak@web.de möglich.

Von Elena Kornettka

 

E-Mobilität steht in der Klimapolitik für Zukunft und emissionsarme, ressourcenschonende Mobilität. Und doch stellt sich immer wieder erneut die Frage: Sind E-Autos wirklich „besser“, als Verbrenner?
Das wohl prominenteste Argument gegen die positiven sozioökologischen Charakteristika von E-Mobilität ist insbesondere das der Batterie. Hierbei werden die Herstellung, lange, und undurchsichtige Lieferketten, sowie Menschenrechtsverletzungen und fehlende Sozialstandards in der Rohstoffgewinnung angeführt. 
Wo befinden wir uns derzeit in Bezug auf Batterietechnologie und welche Potenziale birgt Forschung und Entwicklung für die Zukunft?

Unsere Position hinsichtlich Elektromobilität und der Nachhaltigkeit der Lieferketten von Elektroautos und deren Batterien lesen Sie hier!

 

Von Elena Kornettka

 

Leider gab es auf der Unterschriftenliste des Radentscheids Formfehler, die mittlerweile - nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung Bochum - behoben werden konnte.

Die neuen Listen werden in der kommenden Woche im Foyer der Bank ausliegen.

Mehr Infos gibt es hier!

 

Danke für euer Engagement!

Von Elena Kornettka

Eine nachhaltige Mobilität ist für uns als GLS Mobilität nicht ausschließlich die Elektrifizierung von motorisiertem Individualverkehr, sondern besteht insbesondere aus der Veränderung von Mobilität. „Fuß - Rad - ÖPNV - Auto“ sollte die Reihenfolge sein, nach der Fortbewegungsmittel ausgewählt werden. „Multimodalität“ beschreibt den Umstand, verschiedene Mobilitätsformen zu nutzen und zu kombinieren. So würde eine Abkehr vom Verbrenner gefördert, welche in unserem Zukunftsbild einer genügsamen Mobilität unerlässlich ist. 
Um den Griff zum Rad zu erleichtern, ist Zugang zu einer zuverlässigen, sicheren Radinfrastruktur notwendig. Nur so können verschiedenste Bedürfnisse befriedigt und alle Verkehrsteilnehmer*innen gleichberechtigt am Straßenverkehr teilnehmen.

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Gleichberechtigung, Zugänglichkeit und Sicherheit fordert auch der Radentscheid Bochum in seinen sieben Forderungen zur Neugestaltung der Bochumer Radinfrastruktur.

„Radverkehr ist klimafreundlich, Rad fahren fördert die Gesundheit, mit mehr Rädern und weniger Autos werden unsere Städte lebenswerter, viele Menschen radeln gern, im Alltag und in der Freizeit, gleichgültig, ob jung oder alt.“

…argumentiert der Radentscheid Bochum auf der zugehörigen Website. Die Entscheidung, sich öfter für das Rad und gegen das Auto zu entscheiden wird maßgeblich von der Fahrradinfrastruktur beeinflusst. Enge, oder nicht vorhandene Radwege, Schlaglöcher und (falsch-)parkende Autos erhöhen die Attraktivität des Radfahrens nicht besonders. Darum fordert der Radentscheid Bochum – analog zu den Forderungen der GLS Mobilität – eine Transformation des Stadtbildes, ihn zu einer menschen-, anstatt autofreundlichen Ausgestaltung und mehr Sicherheit für Radfahrer*innen. Dies muss nicht nur über sichere Radwege und ausreichend Abstellmöglichkeiten geschehen, sondern ebenso über ein Umdenken innerhalb der Gesellschaft: Weg von Straßen, die durch Pkw dominiert werden, hin zu gleichberechtigter Fahrbahnnutzung – ohne drängeln, hupen, oder riskante Überhol- und Abbiegevorgänge. 

Der Mensch muss wieder mehr in den Fokus, auch um nachhaltige Veränderungen bewirken zu können. Multimodalität sollte gefördert werden – dies funktioniert nur, wenn Anreize da sind, das eigene Mobilitätsverhalten zu ändern.

Radfahren ist – wenn Sicherheit gewährleistet wird – dem Autofahren nicht nur in Bezug auf die eigene Gesundheit und Fitness, sondern auch ökonomisch und ökologisch weit voraus: „Bei einem Arbeitsweg von sieben Kilometern und geschätzten Kosten von 30 Cent pro Kilometer, die man mit dem Auto zurücklegt, spart man 90 Euro pro Monat, wenn man anstelle des Autos das Fahrrad nimmt“ argumentiert Norbert Kriener auf der Website des Radentscheids. Von den ökologisch wertvollen Einsparungen an Abgasen ganz zu schweigen. Auch Arbeitgeber*innen können durch Diensträder anstelle von Dienstwagen sparen und fördern gleichzeitig die Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen. „radfahrende Pendler*innen fehlten krankheitsbedingt durchschnittlich ein Drittel weniger am Arbeitsplatz als ihre autofahrenden Kolleg*innen“ belegt eine niederländische Studie von 2010.

Die GLS Mobilität unterstützt den Radentscheid Bochum. Eine enkeltaugliche Zukunft kann nur durch Umdenken und Transformation von Mobilität entstehen. Um die Forderungen politisch zu bekräftigen startet am 26. Juni 2021 eine Unterschriftensammlung. Die Auftaktkundgebung findet am Samstag, den 26.06.2021 um 11:00-13:00 am Willi-Brandt-Platz in Bochum statt. Dort gibt es nicht nur alle Infos rund um den Radentscheid, sondern auch fahrradpolitische Kulturbeiträge und Verantwortliche des Radentscheids Essen.

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Was? Wo? Wann?

Radentscheid Bochum – Auftaktkundgebung & Start der Unterschriftenkampagne
26.06.2021, 11:00-13:00
Willy-Brandt-Platz in Bochum

Unterschriftensammlung für bessere Radinfrastruktur und Sicherheit auf den Straßen. 

Stimmabgabe ab Montag im Foyer der Bank!

Ansprechpartnerin ist Eva Kröll (eva.kroell@live.de) und Myrion Francis (myron.francis@rub.de). Jede*r in Bochum wohnhafte darf unterschreiben. Unterschriften-Abgabe ist auch postalisch, oder in der GLS Bank möglich.
Mehr Infos & Erklärvideo zum Radentscheid hier! 

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Die 7 Forderungen des Radentscheids Bochum

1. Ausbau des Radverkehrsnetzes
…um 20km pro Jahr. Insbesondere auf den Radialstraßen, dem Innenring und größeren Verbindungsstraßen außerhalb von Tempo-30-Zonen.

2. Gestaltung der Radinfrastruktur
Sichere und breite Radwege, Schutz von Radfahrenden vor Autos und getrennte Rad- und Fußwege

3. Sicherheit zuerst
Gefahrenstellen (z.B. alte Straßenbahnschienen) werden analysiert und beseitigt, Park- und Halteverbote auf Radwegen konsequent verfolgt, Radwege werden instandgehalten.

4. Sichere Kreuzungen
Mind. 3 Kreuzungen jährlich so umgestalten, dass Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zügig und sicher vorankommen: z.B. mit markierten Wartezonen vor den Autos/LKWs, Vermeidung von unnötigen Spurwechseln an Kreuzungen u.a.

5. Radschulwegpläne für Schulen
…damit Kinder und Jugendliche sicher mit dem eigenen Rad zur Schule fahren können. Falls nötig werden Wege und Kreuzungen umgestaltet.

6. Ausbau von Fahrradabstellplätzen
Fahrradparkhäuser bauen und mehr Fahrradboxen an Bahnhöfen aufstellen. Außerdem: deutlich mehr überdachte und beleuchtete Stellplätze an Haltestellen und Schulen etc. und Stellplätze für Lastenräder schaffen.

7. Förderung der Mobilitätswende
Die Stadt Bochum muss in ihrer Öffentlichkeitsarbeit für die alltägliche Nutzung des Fahrrads und des Lastenrads werben und auf die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer*innen hinweisen. Die Öffentlichkeit an der Planung der Radwege beteiligen!

Von Uwe Nehrkorn

Die Verabschiedung der neuen Ladesäulenverordnung (LSV) wurde aus der Tagesordnung des Bundesrates am 25.06.2021 gestrichen. Unseres Wissens liegen Änderungsanträge aus mehreren Bundesländern zur LSV und zum SchnellLG vor, die leider nicht öffentlich verfügbar sind. Wir hoffen, dass diese auch die Zahlungsterminalpflicht thematisieren.

Die nächste Plenarsitzung des Bundesrates ist angesetzt nach der Sommerpause am 17.09.2021. Bis dahin kann eine weitere Meinungsbildung bei den Politikern der Länder erfolgen. Unter anderem der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) hat hier für Ende Juni eine eigene Veranstaltung geplant. Bitte bringen Sie sich in Ihren Ländern aktiv mit in die Thematik ein, falls Sie ebenfalls die Verpflichtung zu Zahlungsterminals kritisch sehen. --> HIER ZUR ANMELDUNG

von Uwe Nehrkorn

Neue Ladestationen benötigen ab Sommer 2023 ein eigenes Zahlungsterminal für Debit- und Kreditkarten. Mit dieser ersten Stellungnahme geben wir eine kurze Einschätzung aus unserer Sicht. Individuelle Fragen stellen Sie uns gerne direkt via Mail an support[bei]giro-e.de – hier kann es aktuell aber zu erhöhten Bearbeitungszeiten kommen.

Giro-e kann die kommenden zwei Jahre bedenkenlos weiter in neue Ladesäulen integriert werden. Die Übergangsfrist läuft bis 30.06.2023, bis zu diesem Zeitpunkt in Betrieb genommene Ladestationen müssen nicht nachgerüstet werden.

Erst ab Sommer 2023 müssen neue öffentliche Ladestationen mit einem für Ad-Hoc-Zahlung geeigneten Zahlungsterminal ausgestattet sein. Damit kann die Bezahlung zum Beispiel per Girocard, Kreditkarte, GooglePay oder ApplePay erfolgen. Die Hersteller und wir haben somit zwei Jahre Zeit für entsprechende Produktentwicklungen. Eine Ladestation gilt als öffentlich, wenn sie nicht ausschließlich für einen klar abgrenzbaren und namentlich bestimmbaren Nutzerkreis vorgesehen ist.

  • Öffentlich sind somit: alle frei erreichbaren Ladestationen auf kommunalem Grund, an Tank- und Rastplätzen, aber auch an Supermärkten, Restaurants, auf beliebigen Kundenparkplätzen oder in Parkhäusern.
  • Nicht öffentlich sind: als privat gekennzeichnete Stellplätze, CarSharing-Parkflächen, Ladepunkte für Mitglieder (Fitnessstudio, Golfplatz, …) oder Hotelgäste sowie Unternehmensstellplätze im Kern für Mitarbeiter*innen und Gäste.

Was heißt diese Anpassung für die Giro-e Module?

Giro-e PUBLIC Giro-e WORK Giro-e HOME Giro-e REFUND
Inbetriebnahmen bis 30.06.2023 sind weiterhin möglich und empfohlen. Diese Ladestationen müssen später nicht nachgerüstet werden. Danach muss ein angepasstes Zahlungsmodul verwendet werden, das wir bis dahin mit unseren Hardware-Partnern entwickeln werden. Die LSV-Änderungen betreffen Ladesäulen auf dem Unternehmensgelände nicht. Die Girokarte kann dauerhaft zur Identifikation und Abrechnung der Mitarbeiter*innen-Ladevorgänge genutzt werden wie bisher auch. Ladevorgänge „zu Hause“ sind nicht öffentlich. Auch hier besteht kein Änderungsbedarf. Die Ladestationsverwaltung und Abrechnung für Dritte ist ebenfalls weiterhin dauerhaft möglich. Soweit hier auch public-Ladepunkte betroffen sind, wird dort ab 01.07.2023 nur die dann neu freigegebene Hardware verwendet werden dürfen.

Wir erwarten zum jetzigen Zeitpunkt, dass eine aktualisierte Baumusterprüfung für die zukünftigen Ladestationen mit Bezahlterminal erforderlich wird. Der Grund ist nach Mess- und Eichrecht die eindeutige Zuordnung eines signierten Messwert-Datensatzes zur/m Nutzer*in. Dies lösen wir bisher über die eindeutige IBAN und unsere SEPA-ID als Identifikator.

Bei Kreditkartennutzung liegen diese Information aus Sicherheitsgründen nicht vor. Ebenfalls ist der Umsatztext einer Kreditkartenbuchung kürzer sowie der Zeitraum der Bereitstellung ggf. länger. Beides entspricht nicht den Wünschen der Prüfungsinstitute. Die Belegserver-Funktionen müssen somit neu gestaltet werden. Grundsätzlich ist Giro-e aber bereits jetzt dafür vorbereitet.

Was sind die nächsten Schritte bei Giro-e? Schon seit einigen Wochen sind wir aktiv in der Produkt-Weiterentwicklung. Wir haben gute Ideen und starke Kooperationen, um unsere bisherigen Hardware-Partner tatkräftig bei ihrer Weiterentwicklung unterstützen zu können. Es ist davon auszugehen, dass wir von unserer Seite bis zum Herbst 2021 die Erweiterung unserer Module fertiggestellt haben, so dass die Ladesäulen-Hersteller Tests und Rezertifizierung mit ausreichend zeitlichem Vorlauf durchführen können.

Ergänzend werden wir Giro-e immer weiter zum günstigen und hochmodernen Backend-Produkt entwickeln. Auch hier gibt es schon zahlreiche Ansätze und Module, die jede Art der kaufmännischen Anforderungen aus der Praxis abdecken kann. Als ein Beispiel seien mögliche Sammelabrechnungen von Dauernutzern auch über die Girokarte genannt, ein Wunsch aus der Immobilien-Branche.

Mit Ihrer Wahl von Giro-e treffen Sie die richtige Entscheidung in ein zukunftsgewandtes Backend-System.

von Uwe Nehrkorn

Neue Ladesäulenverordnung verabschiedet – Haltung der GLS Mobilität zu der aktuellen Diskussion, vor allem im Hinblick auf die im Raum stehende Verpflichtung, Kartenlesegeräte für Debit- und Kreditkatenzahlungen einsetzen zu müssen.

Obwohl die GLS Bank mit Giro-e selbst die niederschwellige Ad-Hoc-Bezahlung mit deutschen Girokarten an Ladesäulen anbieten, sind wir gegen eine verpflichtende Ausstattung von neuen Säulen mit Kartenterminals.  

  1. Die aktuell am Markt verfügbaren Kartenterminals erfordern umfangreiche Anpassungen von Hard- und Software in den Ladestationen, insbesondere im hybriden Parallelbetrieb für gängige Roaming-Ladekarten. Dies führt zu spürbar höheren Kosten pro Ladesäule und steht damit vorgesehenen Investitionen im Weg.  
  2. Die Nutzung von „anonymen“ Ad-Hoc-Kreditkartennutzungen an Ladestationen widerspricht den Anforderungen aus Eichrecht, nach dem Lade-Ende Ihre Ladedatensätze auch nachträglich abrufen können müssen, um die Messwerte digital signiert zu überprüfen. Die Verknüpfung zwischen anonymem Zahlweg und nutzungsbeziehbaren Messwerten führt zu neuer Software-Entwicklung, die ggf. sogar in eine zeitaufwändige Rezertifizierung bei den Baumusterprüfungen führt. Die vergangene Erfahrung zum Eichrecht zeigt, wie lange und aufwändig dieser Prozess sein kann. 
  3. Ladestationsbetreiber werden ihre aktuellen Investitionen zurückstellen, bis die Hersteller in vermutlich frühestens einem Jahr die überarbeiteten Ladesäulen mit Debit-/Kreditkartenterminal lieferfähig anbieten können. Dies verzögert entscheidend den weiteren aktuellen Ausbau der Ladestationen und wird bei gleichzeitig wachsender Nachfrage beim Kauf von E-Autos zu einem Ungleichgewicht führen. 
  4. Für Privatnutzer mögen Ad-Hoc-Bezahlmöglichkeiten mit Debit- oder Kreditkarten sinnvoll sein, für den Flotten- und Dienstwagengebrauch sind diese untauglich. Hier werden für gesammelte Monatsabrechnungen zwingend Roaming-Karten, wie die bisherigen Benzin-Tankkarten, benötigt. 
  5. Die fehlende Unterscheidung zwischen DC-Schnellladern und AC-Normalladestationen / „Laternenlader“ für das Payment entspricht nicht den tatsächlichen Bedürfnissen aus Nutzersicht und den betriebswirtschaftlich sinnvollen Möglichkeiten aus Hersteller- bzw. Betreibersicht. Ebenso wäre eine Unterteilung in „echte“ öffentliche Ladeinfrastruktur und halböffentliche (auch von Gästen nutzbare) Stationen bei Unternehmen hilfreich, um neue Mindestanforderungen zu definieren.
  6. In der gesamten EU gibt es unseres Wissens kein einziges Land, das ebenfalls zwingend Debit-/Kreditkartenleser einführen will. Dieser nationale Alleingang schießt weit über das gewünschte Ziel hinaus. Mit freiwilligen Angeboten kann der Markt sich selbst gestalten. 
  7. Die bereits genormte Authentifizierungsmethode ISO 15118 „Plug&Charge“ steht kurz vor der Einführung. In einigen Jahren wird es selbstverständlich sein, dass Autos sich direkt an der Ladesäule identifizieren und darüber abgerechnet werden kann. Es ist somit relativ unsinnig, jetzt noch zwanghaft in „Vergangenheitstechnik“ investieren zu müssen.  

Mit dieser verpflichtenden Vorgabe finden wir uns nicht in unserem Zukunftsbild der GLS Mobilität wieder. Gerade in Bezug auf die Qualität „Zugänglichkeit/Barrierefreiheit“, die in unserem Handeln die Schaffung technisch niedrigschwelliger und bezahlbarer Nutzungsangebote impliziert. Beispielsweise durch unser Bezahlsystem Giro-e ermöglichen wir bereits jetzt ein kostengünstiges und einfaches kontaktloses Bezahlen nur über die Nutzung der Girokarte mit einem transparentem Preisangebot vor Ladestart. Auch ohne Verpflichtung in der Ladesäulenverordnung arbeiten wir daran, Kreditkartenzahlungen optional via Terminals zu integrieren, gleichwohl sind wir überzeugt, dass weitere niedrigschwellige Zugänge unabdingbar sind, wozu schließlich auch Roaming oder Flottenkarten gehören.  

Die jetzige zwingende Vorgabe, PCI-zertifizierte Kartenlesegeräte einzusetzen, stellt weitere Hürden für einen schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur auf und erhöht die Anforderungen an den wirtschaftlichen Betrieb.  

Wir benötigen dringend einen flächendeckenden „tiefgrünen“ Ausbau der Ladeinfrastruktur, um die Elektromobilität zu fördern und die Dominanz klimaschädlicher Verbrenner zu beenden. Die Verpflichtung von Kreditkartenlesern an Ladesäulen könnte dieser Vision folgeträchtig im Weg stehen.

Unsere Empfehlung daher an die aktuellen Entscheider - Definieren Sie für Ladepunkte präzisere Kategorien und stimmen die Anforderungen darauf ab, zum Beispiel für LSV §2 Abs. 9.a.+b.

9a. ist ein Ladepunkt „primär öffentlich“ zugänglich, wenn der Eigentümer eines Ladepunktes die Abgabe von Ladestrom als wesentliche Erwerbstätigkeit durchführt und am jeweiligen Standort keiner anderen übergeordneten Geschäftstätigkeit nachgeht. 9b. ist ein Ladepunkt „nachrangig öffentlich“ (oder „untergeordnet öffentlich“) zugänglich, wenn der Eigentümer des Ladepunktes am Standort einem anderen Haupterwerb nachgeht und die Ladestation im Wesentlichen zur Eigennutzung sowie für Kunden, Mitarbeitende oder Gäste bereit gestellt wird. 9c. ist ein Ladepunkt „nicht öffentlich“ zugänglich, wenn der Eigentümer des Ladepunktes am Standort die Nutzung durch physische oder digitale Sperrung für Dritte verhindert.

Daraus folgt für LSV §4 dann eine solche Anpassung

  1. An primär öffentlich zugänglichen Schnell-Ladepunkten oder in dessen unmittelbarer Nähe muss die Authentifizierung und der Zahlungsvorgang mittels eines gängigen Debit- und  kreditkartenbasierten Zahlungssytems ermöglicht werden. Die Menüführung muss mindestens die Sprachen Deutsch und Englisch berücksichtigen. Weiterhin muss der Zugang über ein webbasiertes Zahlungssystem kostenlos ermöglicht werden. Zusätzlich sind Roaming-Ladeverträge zu akzeptieren.
  2. An primär öffentlichen Normal-Ladepunkten muss die Authentifizierung und der Zahlungsvorgang mindestens über ein webbasiertes Zahlungssystem kostenlos ermöglicht werden. Zusätzlich sind Roaming-Ladeverträge zu akzeptieren.
  3. An nachrangig öffentlichen Ladepunkten sowie an allen Normal-Ladepunkten muss mindestens ein webbasiertes Zahlungssystem angeboten werden.
  4. Weitere Zugangsmöglichkeiten an öffentlichen Ladepunkten sind freiwillig.

Mit einer solchen neuen Klassifizierung kann der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur gut unterstützt werden. Unnötige Kosten, gerade an nachrangig öffentlichen Ladepunkten, werden damit vermieden, gleichzeitig wird der Komfort und die allgemeine Verfügbarkeit für die Nutzer*innen erhöht.

Wir in der GLS Mobilität beraten, unterstützen und ermöglichen mit unseren Mitgestaltern neue Mobilitätskonzepte abseits von Ladesäulen oder Lastenrädern. Gerade dort wo die Menschen leben, ist die Mobilität ein Ausdruck von Bedürfnissen, denen die Menschen nachgehen und die in einer auf den Menschen fokussierten (Stadt-)Entwicklung viel stärker berücksichtigt werden muss, als es bisher der Fall ist.

Im Audio-Feature sprechen Mirko Schulte, Daniel Bogatz (Neue Effizienz ) und Rouven Kasten über die Herausforderungen der Mobilitätswende und was jede*r einzelne machen kann. 

Zum GLS Blog

von Uwe Nehrkorn

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes wurden die ersten Säulen rund um Paderborn erfolgreich mit Giro-e ausgestattet. Wir freuen uns sehr über diesen gemeinsamen Erfolg und verweisen gerne auf den veröffentlichten Pressetext:

Zusammen mit Kooperationspartnern hat die Westfalen Weser Energie-Gruppe die punktuelle EC-Karten-Zahlung an öffentlichen, eichrechtskonformen Elektro-Ladepunkten umgesetzt. Zukünftig können Nutzer mit Girokarten (EC-Karten) über das NFC-Verfahren (RFID-Chip, der auf neuen EC-Karten implementiert ist) bequem kontaktlos und per Lastschriftverfahren bezahlen – ohne vorherige Anmeldung oder Registrierung. „Pilotsäulen“ stehen im Kreis Paderborn (Lichtenau, Paderborn). Nach erfolgreichen Tests soll die Funktion auch auf weitere WWE-Ladesäulen im Netzgebiet ausgerollt werden.

Die Handhabung des gemeinsam mit der GLS-Bank („Giro-e“) und dem Ladesäulenhersteller Compleo entwickelten Systems ist einfach. Die Kunden halten ihre EC-Karte vor einen Sensor und starten eine Ladeanfrage. Im Display erscheint das entsprechende Angebot mit Preisangabe für den Ladevorgang. Dieser beginnt, wenn das Angebot bestätigt wird, und zwar durch erneutes Halten der EC-Karte vor den Sensor. Falls keine Bestätigung erfolgt, schaltet die Ladesäule automatisch zurück in den Ruhemodus. Sobald die Karte erneut vor den Sensor gehalten oder das Ladekabel vom Wagen abgezogen wird, endet der Ladevorgang. Auf dem Bildschirm erscheint die insgesamt geladene Strommenge. „Mit dieser neuartigen Ladesäule kommen wir den Wünschen vieler Fahrer*innen von E-Autos entgegen, die gerne ohne umständliche Registrierung oder Anmeldung bei einem Anbieter ihre Batterien laden möchten“, stellt Andreas Stoller, Projektleiter bei Westfalen Weser Energie, die Vorteile des Systems heraus. „Wir wissen aus vielen Gesprächen, dass die Einhaltung des Eichrechts und das punktuelle Laden die Akzeptanz der Ladeinfrastruktur und der E-Mobilität insgesamt erhöhen wird“, ist sich Stoller sicher. Das sieht eine EU-Richtlinie und die deutsche Ladesäulenverordnung auch vor: Alle öffentlich zugänglichen Ladepunkte müssen Nutzer*innen von Elektrofahrzeugen auch das punktuelle Aufladen ermöglichen, ohne dass ein Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter im Vorfeld geschlossen wird. Diese Vorschriften werden von den Kooperationspartnern Westfalen Weser Energie, Compleo und GLS-Bank jetzt auch in der Region umgesetzt.

Vorreiter in der Region
Selbstverständlich wurde bei der Entwicklung des Systems größter Wert auf die Datensicherheit gelegt. Die IBAN der EC-Karte wird verschlüsselt übertragen und erscheint nicht auf dem Display der Ladesäule. Alle relevanten, aber keinerlei personenbezogene Daten werden von der Ladestation eichrechtskonform erfasst und von der GLS Bank automatisch an die Hausbank des Kartenbesitzers übermittelt und die Tankkosten per Lastschrift bezahlt. Der Kunde kann Kenngrößen wie Messwerte, Zählerstände oder die Ladesäulennummer auf dem Kontoauszug nachvollziehen.
Die ausgewählten Ladepunkte im Raum Paderborn sind in Lichtenau, Lange Straße 39 sowie in der Stadt Paderborn, Bahnhofstr. 28 und Westernmauer 38. Weitere Pilot-Ladesäulen stehen in Bad Oeynhausen, Bünde, Enger, Herford, Minden und Ottenstein mit den entsprechenden Funktionen.

Messen 2021

Flotte! Der Branchentreff

„Flotte! Der Branchentreff“ ist das erste große Flottenevent des Jahres. Hersteller, Importeure, Leasinggesellschaften und Dienstleister rund um die gewerbliche Fahrzeugflotte treffen auf Fuhrparkentscheider mit Flotten unterschiedlichster Größen. Es ist als bundesweite Netzwerkveranstaltung für die Flottenbranche aufgestellt.

8. Kompetenztreffen Elektromobilität

Im Mittelpunkt des Programms steht, wie jedes Jahr,  die Entwicklung der Elektromobilität in NRW als ein immer wichtigerer Wirtschaftsfaktor, als auch die Vorstellung neuer Produkte und Dienstleistungen aus NRW. 

power2drive

Die Fachmesse Power2Drive präsentiert Ladelösungen und Technologien für Elektrofahrzeuge und spiegelt die Wechselwirkung zwischen Elektrofahrzeugen und einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Energieversorgung wider. DiePower2Drive ist eine professionelle Plattform für Lieferanten, Hersteller, Händler und Start-Ups dieser aufstrebenden Branche.

Veranstaltungen

Stellenanzeigen

Aktuell haben wir keine offenen Stellen zu besetzen.

Dies sollte Sie aber nicht davon abhalten, unsere Job-Börse in regelmäßigen Abständen zu besuchen. Wir sind in Bewegung.

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